Epoxid Harz

Das 2K-Epoxidharz System ist ein niedrigviskoses UV-stabilisiertes System mit langer Verarbeitungszeit.

Für die kreative Möbelgestaltung, Schmuck-Design, Modellbau und sonstige Gießanwendungen im Innenbereich.

 

Eigenschaften:

  • Ausgezeichnete Fließ- und Gießeigenschaften

  • Transparente glasklare Aushärtung mit hoher Schlagzähigkeit 

  • Schichthöhen von bis zu 5 cm möglich

  • Mechanisch bearbeitbar

  • Lange Verarbeitungszeit

  • UV-stabilisiert und abtönbar

 

 

Verarbeitungsdaten: 

Mischungsverhältnis (Gewichtsanteile) Mischungsverhältnis (Volumenanteile) 

100 Teile Harz / 35 Teile Härter                                            

100 Teile Harz / 41 Teile Härter 

Verarbeitung:

Produkt vor Gebrauch gut schütteln oder aufrühren. 

In einem geeigneten Mischbehälter (z.B. PP), werden Harz und Härter laut Mischungsverhältnis eingewogen. Abweichungen vom Mischungsverhältnis führen zu unvollständiger Aushärtung und zu Eigenschaftsverlusten. 

Mit einem Rührstab oder Propeller gründlich, unter Einbeziehung der Randzonen durchmischen. Noch vorhandene Schlierenbildung zeigt unzureichende Vermengung an. 

Nach vollständiger Homogenisierung der Mischung, kann optional, ein zusätzlicher UV-Stabilisator, trockene Füllstoffe sowie Farbpasten zum abtönen eingerührt werden.

Mengen der Einzelansätze auf den jeweiligen Arbeitschritt abstimmen. 

 

Anwendungshinweise:

Wir empfehlen Vorversuchen zur Prüfung auf Tauglichkeit für den jeweiligen Anwendungsfall. 

System nur im optimalen Verarbeitungstemperaturbereich anwenden. 

Die relative Luftfeuchtigkeit der Umgebung darf 50% nicht überschreiten. 

Je nach Werkstoff der Gießform, kann ein Einsatz von Trennmittel nötig sein, um einwandfreie Endformung zu gewährleisten.

Durch Entgasen im Vakuum bei 30 – 50 mbar kann das System entlüftet werden. 

Achtung, das Material dehnt sich dabei aus. 

Größere Ansatzmengen (>100g) und höhere Temperaturen (>20°C) verkürzen die Verarbeitungszeit. Ansätze, welche im Mischgefäß auf über 40°C ansteigen, sollten nicht weiter verwendet werden, da eine Aushärtung mit Eigenschaftsverlusten verbunden ist. 

 

Verarbeitung von Gießharzsystemen im hochvolumigen Verguss

Die chemische Vernetzung erfolgt unter Freisetzung von Reaktionsenergie. 

Diese Energie wird in Form von Wärme an die Umgebung abgegeben. Wenn zu Beginn der Reaktion mehr Wärme freigesetzt wird, als von der Umgebung aufgenommen werden kann, besteht die Gefahr von Hitzestaus. Die Energie muss daher kontrolliert abgeführt werden. Die Mischung erhitzt sich sonst insbesondere im Kernbereich des Objektes in einen für den weiteren Reaktionsverlauf kritischen Bereich. Es können durch diese Form der Selbstbeschleunigung Temperaturen von bis 160°C auftreten. Möglicherweise entstehen Siedeblasen und Spannungsrisse, das Projekt ist verloren.

Die maximal gießbare Schichthöhe ist aus diesem Grund daher stark von den individuellen Einflussgrößen abhängig. Gießhöhen von bis zu 5 cm Gießhöhe sind nur bei optimalen Umgebungsparameter möglich.